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ERKLÄRUNG DES UMWELTNOTSTANDS UND AUFRUF ZU EINEM RADIKALEN UND DRINGENDEN WIRTSCHAFTLICHEN WANDEL

Unsere Wirtschaftstätigkeit muss sich auf das Naturkapital, die Ressourcen unseres Planeten, und auf das Humankapital stützen, das auf einem Sozialpakt beruht. Der Raubbau an den Ersteren und der Zusammenbruch der Letzteren sind Vorboten der kommenden Krisen.


In Anbetracht der fünf Jahre, die seit dem Übereinkommen von Paris vergangen sind, scheint das Szenario SSP3-7.0 des IPCC am wahrscheinlichsten. Dieses Szenario geht von einer durchschnittlichen globalen Erwärmung von 3,6 Grad in den nächsten 60 Jahren aus (vgl. Bundesamt für Meteorologie), aber der Trend in der Schweiz ist doppelt so hoch wie der globale Durchschnitt, was uns zwingt, einen Anstieg von 7,2 Grad in Betracht zu ziehen!


In Anbetracht des Ausmaßes dieses Wandels ist es klar, dass ökologische und soziale Kipppunkte lange vor diesem Zeitpunkt eintreten werden, was zu Krisen führen wird, die weitaus kostspieliger sein werden als sofortiges und entschlossenes Handeln. 


Die Herausforderung, sich ein anderes Funktionieren unseres Wirtschafts- und Sozialsystems vorzustellen, ist beträchtlich, aber der Wandel muss ebenso schnell und weitreichend sein wie die angekündigten Krisen.


Eine andere Wirtschaft ist möglich, und es gibt sie bereits. Sie umfasst Organisationen, Institutionen und Einzelpersonen aus allen Bereichen, die bereits an Lösungen für eine kreislauforientierte, nachhaltige und integrative Wirtschaft arbeiten. Indem sie die Ziele der ökologischen Erneuerung und der sozialen Eingliederung in den Mittelpunkt ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit gestellt haben, ist es ihnen gelungen, die finanzielle Rentabilität aufrechtzuerhalten, insbesondere durch kooperative Governance.


1.

Im Namen des Realismus schließen wir uns nun den Forderungen nach radikalen Veränderungen an, die von den gewaltfreien Klima- und Anti-Extinktions-Protesten erhoben werden.


2.

Um das natürliche Kapital unseres Planeten zu bewahren, fordern wir die sofortige Umlenkung der öffentlichen Investitionen, die Revision der Politik der SNB und der Pensionskassen im Einklang mit den planetarischen Grenzen und den von der Schweiz eingegangenen Verpflichtungen. Um umfangreiche Investitionen in eine zirkuläre, nachhaltige und solidarische Wirtschaft zu fördern, fordern wir die Prüfung von Optionen wie die Verwendung von komplementären Lokalwährungen, des RTE und/oder des RBI.

3.

Um den sozialen Zusammenhalt in einer Zeit des Umbruchs zu bewahren, unterstützen wir die Einrichtung von Bürgerversammlungen als Instrument für die zukünftige Politikentwicklung.


4.

Als Arbeitgeber*in fordern wir ein Ende der Kriminalisierung der Handlungen unserer Mitarbeiter*in, wenn sie an gewaltfreien Aktivitäten teilnehmen.


Wir, die Akteure einer sozialen, solidarischen und ökologischen Ökonomie, fordern die sofortige Beendigung einer Wirtschaftspolitik, die uns in eine ökologische und soziale Sackgasse führt und die uns daran hindern wird, die Ernährungs-, Gesundheits-, Sozial- und Wirtschaftsbedürfnisse der Bevölkerung unseres Landes in Zukunft zu erfüllen.

 
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DECLARATION OF ENVIRONMENTAL EMERGENCY AND CALL FOR RADICAL AND URGENT ECONOMIC CHANGE

Our economic activity must be built on natural capital, the resources of our planet, and on human capital, founded on a social pact. The overexploitation of the former and the breakdown of the latter are harbingers of the crises to come.


In light of the five years that have passed since the Paris Agreement, the IPCC's SSP3-7.0 scenario seems the most probable. This scenario indicates an average global warming of 3.6 degrees over the next 60 years (Ref: Federal Office of Meteorology), but Switzerland's trend is twice as high as the global average, which forces us to consider a rise of 7.2 degrees!


Given the magnitude of this shift, it is clear that environmental and social tipping points will occur well before then, leading to crises that will be far more costly than immediate and decisive action. 


The challenge of envisioning a different functioning of our economic and social system is considerable, but the change must be as fast and far-reaching as the announced crises.


Another economy is possible, and it already exists. It encompasses organisations, institutions and individuals from all sectors that are already at work with solutions for a circular, sustainable and inclusive economy. By putting the objectives of ecological regeneration and social inclusion at the centre of their economic activity, they have managed to maintain financial viability, especially through collaborative governance.


1.

In the name of realism, we now join the demands for radical change made by the non-violent climate and anti-extinction protests.

2.

In order to preserve the natural capital of our planet, we demand the immediate redirection of public investments, the revision of the policies of the SNB and the pension funds according to the planetary limits and the commitments made by Switzerland. In order to promote large-scale investment in a circular, sustainable and solidarity-based economy, we demand the consideration of options such as the use of complementary local currencies, the RTE and/or the RBI.

3.

In order to preserve social cohesion in a period of disruptive change, we support the establishment of citizens' assemblies as a tool for future policy development,

4.

As employers, we demand an end to the criminalisation of our employees' actions when they participate in non-violent activities.


We, the actors of a social, solidary and ecological economy, demand an immediate end to an economic policy that is leading us into an ecological and social impasse and that will impede our ability to meet the food, health, social and economic needs of our country's population in the future.

 

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